Niedersachsen steht derzeit im Zeichen des Widerstands junger Menschen gegen die drohende Wiederaufnahme von Musterung und Wehrpflicht. Die massenhaften Schulstreiks in Hannover, Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Wilhelmshaven und Osterode am Harz zeigen: Jugendliche lassen sich nicht zu Kanonenfutter degradieren. Wir stehen solidarisch an ihrer Seite.
Thorben Peters, Landesvorsitzender der Partei Die Linke Niedersachsen, erklärt:
„Es ist ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Schülerinnen und Schüler ihre Stimme gegen Zwangsdienste erheben. Wir lehnen jede Form von Wehrpflicht oder Musterung ab. Niemand darf gezwungen werden, sein Leben für militärische oder wirtschaftliche Interessen aufs Spiel zu setzen.“
Am 5. Dezember 2025 folgten an zahlreichen Orten in Niedersachsen tausende Jugendliche dem Aufruf zum „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Hintergrund ist der Gesetzentwurf der Bundesregierung, nach dem ab 2026 alle 18-jährigen Männer einen Fragebogen zur Wehrdiensteignung erhalten sollen – ab 2027 steht eine verpflichtende Musterung an. Laut aktuellen Umfragen lehnen rund 63 % der 18- bis 29-Jährigen die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab.
Peters weiter:
„Die Prioritäten müssen anders gesetzt werden. Unsere Zukunft liegt nicht in Kasernen oder Schützengräben, sie liegt in Bildung, sozialen Rechten, Klima- und Friedenspolitik. Statt Milliarden für Rüstung auszugeben, brauchen wir Investitionen in Schulen, soziale Infrastruktur und echte Zukunftschancen für junge Menschen.“