Erfurter Parteitag: Aufhebung der Einberufung und weiteres Vorgehen!

28. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Beschluss des Parteivorstandes vom 27. Oktober 2020:

Der Parteivorstand hebt – nach Kon-sultation mit den Landesvorsitzenden, den Landesgeschäftsführern, dem Präsidium des Bundesausschusses, dem Tagungspräsidiums und dem Fraktionsvorstand – den Einberufungsbeschluss des Erfurter Parteitags zum 30. Oktober Bis 1. November 2020 auf.

Der Geschäftsführende Parteivorstand wird gebeten zu prüfen, welche alternativen Möglichkeiten es für die Durchführung eines Parteitags mit Wahlen (Präsenzparteitag, online, dezentral, Briefwahl, etc.) gibt. Der Parteivorstand wird auf seiner Sitzung am 7. und 8. November 2020 über die Alternativen und weitere damit zusammenhängende Fragen beraten.
Ganzen Beitrag lesen »

Öffentlicher Dienst: Tarifabschluss mit deutlicher Aufwertung der Pflegeberufe

26. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

„In der aktuellen Tarifrunde ging es im Kern auch um die gesellschaftliche Frage, was uns die Betreuung unserer Kinder, die Pflege in Altenheimen und Krankenhäusern oder die öffentliche Müllabfuhr wert sind. Denn nicht nur während der Corona-Krise halten die Kolleginnen und Kollegen in Krankenhäusern, Kitas und Gesundheitsämtern, in der Abfallwirtschaft und in den kommunalen Behörden den Laden am Laufen. Deshalb steht Ihnen eine Tarifsteigerung zu. Und diese haben sich die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst mit ihrer Gewerkschaft ver.di auch hart erkämpft“, kommentiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, Tarifeinigung für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen.

Leopold weiter: „Auch wenn der jetzige Tarifabschluss nicht vollends zufrieden stellen kann, ist jedoch ein tragbarer Kompromiss erreicht worden, von dem besonders die unteren Einkommensgruppen profitieren. Ihre Einkommen steigen um 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und noch um 3,2 Prozent in der höchsten Eingruppierung. In der Pflege beträgt die Steigerung sogar 8,7 Prozent und in der Spitze für Intensivkräfte rund 10,0 Prozent. Das ist gerade in diesem Bereich eine deutliche Aufwertung der Pflegeberufe und daher begrüßenswert.“

Heidi Reichinnek, Co-Vorsitzender der LINKEN in Niedersachsen, betont: „Ausgehend von der Frechheit der Arbeitgeberseite, den Beschäftigten ein Angebot für Lohnsteigerungen unterhalb der Inflation vorzulegen, war der jetzige Abschluss nicht erwartbar. Erst die Warnstreiks haben für die notwendige Bewegung in den Tarifverhandlungen geführt. Dieser Arbeitskampf und dessen Ergebnis haben damit auch Signalwirkung für andere Bereiche, um der wachsenden sozialen Spaltung entgegenzutreten. Die Behauptung, es sei nicht genug Geld da, ist schlichtweg falsch. Um die öffentliche Hand finanziell besser auszustatten, bedarf es endlich einer gerechteren Besteuerung der Vermögenden in diesem Land! Denn eine angemessene Entlohnung, gute Arbeitsbedingungen und ein gut ausgestatteter öffentlicher Dienst sind im Interesse aller Menschen, die hier leben. Die Beschäftigten, darunter viele Pflegekräfte, Erzieherinnen und Erzieher, die gerade jetzt während der Krise außerordentliches leisten, haben es mehr als verdient.“

Parteitag DER LINKEN in Erfurt!

23. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Ein Leitantrag zum kommenden Parteitag der Partei DIE LINKE in Erfurt steht unter dem Motto: Wie wir gerecht aus der Krise kommen – Mit einem sozialen und ökologischen Systemwechsel!

Cornelia Buttler – Vorsitzende DER LINKEN im Kreis Cuxhaven hierzu:

„Der Parteitag, der ursprünglich vom 30. Oktober bis zum 1. November in Erfurt stattfinden sollte, wird wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie auf einen Tag (30.10.2020!) verkürzt.

Seit mehr als acht Jahren führten Katja Kipping und Bernd Riexinger die LINKE. Wir danken an dieser Stelle Katja und Bernd für ihre Arbeit als Vorsitzende auf Bundesebene der Partei in den vergangenen schwierigen Jahren. In Bezug der nun notwendigen Wahl der 2. Vorsitzenden auf Bundesebene gibt es allerdings keinen Mangel!

Folgende Genossinnen und Genossen kandidieren somit auf dem Erfurter Parteitag um einen Vorsitzend der Partei DIE LINKE: Jette Buttgereit (Berlin), Susanne Hennig-Wellsow (Thüringen), Torsten Skott (Mecklenburg-Vorpommern) und Janine Wissler (Hessen)

Des weiteren weiteren stehen die stellvertretenden Parteivorsitzenden, Bundesgeschäftsführer/Innen, Bundesschatzmeister/Innen, Mitglieder des Parteivorstandes zur Wahl an.

Der Kreisverband DER LINKEN im Kreis Cuxhaven weist bereits heute darauf hin, dass unmittelbar nach der Wahl eine Diskussionsveranstaltung stattfinden wird. In dieser Veranstaltung wird es vorrangig darum gehen, die getroffenen Entscheidungen u. a. auf Grundlage der Kandidaten-Bewerbungen kritisch zu hinterfragen.“

Arbeitsquarantäne verschleiert Hygienemängel in den Schlachthöfen!

20. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

LINKE Niedersachsen fordert Kontrollen und Umrüstung, statt Sonderregeln auf Kosten der betroffenen Beschäftigten

Im niedersächsischen Sögel wurde ein Schlachthof des Tönnies-Konzernes geschlossen nachdem über 100 Beschäftigte des Betriebes positiv auf Corona getestet wurden. Nun wurde „Arbeitsquarantäne“ als Lösung erfunden. Sie sieht vor, dass die Betroffenen zwar arbeiten gehen, sich danach aber in ihrer Privatunterkunft isolieren müssen. Beschäftigte dürfen ihre Wohnung nicht einmal zum Einkaufen verlassen.

„Der Begriff Arbeitsquarantäne ist ja wohl ein schlechter Witz. Es handelt sich hier um eine Freizeitquarantäne, welche die Menschen drei Wochen lang vom normalen Alltag regelrecht ausschließt. Alles im Sinne der wirtschaftlichen Verwertbarkeit“, kritisiert Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen die Einigung von Landkreis und Landesregierung. „Der Konzern muss seine Schlachthöfe Corona-sicher machen, zum Beispiel durch den Einbau von Luftfiltern. Dies schützen die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltiger als eine Sonderregelung!“

„Erneut versucht man die Dumpingbedingungen in der Fleischwirtschaft zu übertünchen statt im Kern zu beheben. In kaum einer Branche werden Arbeits- und vor allem auch Gesundheitsschutzgesetze so fahrlässig mit Füßen getreten. Zwar ist die Bundesregierung dabei nachzubessern, doch aufgrund der langen Fristen haben die Fleischkonzerne wie Tönnies noch viel zu lange einen Freifahrtschein was die Kontrollen betrifft. Wir brauchen jetzt sofort ein flächendeckendes Netz, das das Übel an der Wurzel packt. Der Corona-Sumpf in der Fleischindustrie muss trockengelegt werden! Werkverträge und Leiharbeit müssen ein Ende haben“, ergänzt Jutta Krellmann, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit der Linken im Bundestag. „Es geht dabei nicht darum, die Beschäftigten von ihrer Arbeit zu trennen, sondern ihnen einen geschützten Raum zugeben, in denen sie ihrer Tätigkeit nachgehen können, ohne sozial isoliert zu werden. Diese Form der Arbeitsquarantäne nimmt schon beinahe gefängnisähnliche Zustände an!“

Achtung: Veranstaltung zum 17.10.2020 fällt aus!

16. Oktober 2020  Allgemein, Hagen


Zu unserem Bedauern fällt die geplante Veranstaltung – Gesundheit als Ware – krankes System – zum 17.10.2020 um 17.00 Uhr in Sahlenburg (Haus Stella Maris) – leider aus.

Hintergrund: Unsere Referentin Pia Zimmermann aus Niedersachsen, Bundesabgeordnete DER LINKEN und Sprecherin für Pflegepolitik, ist akut erkrankt.

Wir hoffen, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt durchführen zu können!

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Buttler, Vorsitzende Des Kreisverbandes DER LINKEN im Landkreis Cuxhaven

LINKE: Atommüll-Transport wegen Pandemie absagen!

14. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Die Partei DIE LINKE fordert die Absage des vom 26.10. bis 04.11. geplanten CASTOR-Transports mit hochradioaktiven Brennelementen aus Sellafield durch Niedersachsen nach Biblis.

„Die Corona-Fallzahlen steigen rasant an. Die Durchführung wäre ein unverantwortliches Risiko für die beteiligten Arbeiter, Demonstrierende und rund 6.000 Bundespolizisten. Hier droht zusätzlich zum radioaktiven Risiko ein Super-Spreader-Event. Der Landkreis Wesermarsch, in dem das CASTOR-Schiff ankommen soll, ist bereits ein Corona-Risikogebiet mit amtlichem Beherbergungsverbot“, sagte der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE).

Perli appelliert an Bundesinnenminister Seehofer (CSU) den Transport für dieses Jahr abzusagen und hat dazu eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Seehofer hatte im März den ursprünglich für April geplanten CASTOR-Transport mit sofortiger Wirkung gestoppt. Als Begründung wurde der Infektionsschutz vor dem Corona-Virus genannt, da circa 6.000 Bundespolizistinnen und -polizisten am Einsatz beteiligt seien. Der LINKEN-Abgeordnete verweist darauf, dass die Zahlen der Neuinfektionen derzeit weit höher sind als im März.

Der CASTOR-Transport aus dem britischen Sellafield soll auf dem Seeweg nach Nordenham gebracht und anschließend auf der Schiene durch Niedersachsen und Hessen zum Atomkraftwerk Biblis transportiert werden. „Es ist mit keinem vernünftigen Argument zu rechtfertigen, so einen gefährlichen Transport von 6.000 Polizisten begleitet durch das Land rollen zu lassen. Das ist auch den Bürgern und Kleinunternehmen nicht zu vermitteln, die sich jetzt auf neue Corona-bedingte Einschränkungen einstellen sollen. Ich fordere Horst Seehofer auf, den CASTOR-Transport abzusagen“, so Perli.

Demo, Cuxhaven rettet Elbe und Watt – 09. Oktober 2020

11. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Kämpferische Kundgebung in Cuxhaven gegen die geplante Verklappung von Schlick aus dem Hamburger Hafen vor Scharhörn. Das Thema Hafenkooperation ist wichtiger denn je. Die Elbvertiefung ist unvertretbar und sichert die Zukunft der Beschäftigten im Hamburger Hafen in keinster Weise.

Die Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein (beide mit grüner Beteiligung) sind am Zug.

(Herbert Behrens)

Veranstaltung am 17.10.2020 in Sahlenburg: Gesundheit als Ware – krankes System!

11. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Der Vorstand DER LINKEN im Kreis Cuxhaven lädt zum 17. Oktober 2020 um 17.00 Uhr zu einer Veranstaltung ins Haus Stella Maris in der Oskar-von-Brock-Straße 16 in Sahlenburg ein.

Themen: Profit auf Kosten von Patientinnen und Patienten – Pflegenotstand und Pandemie – mangelnde Versorgung im ländlichen Raum.

Als Referentin konnte der Vorstand die Bundesabgeordnete DER LINKEN und Sprecherin für Pflegepolitik – Pia Zimmermann aus Niedersachsen – gewinnen.<

Hierzu Cornelia Buttler – Vorsitzende DER LINKEN im Kreis Cuxhaven:

„ Seit den 1990er Jahren wurden in Niedersachsen aus finanziellen Gründen mehr als 20 Kliniken geschlossen. Ganze Regionen wurden somit mehr oder weniger abgehängt von stationären Versorgungen, Notfallambulanzen und Intensivstationen in Wohnortnähe. Die Sicherheit von Patientinnen und Patienten müssen offensichtlich hinter dem Profitstreben großer Krankenhauskonzerne zurückstecken.

Der ohnehin vorhandene Pflegenotstand (!) wurde durch die Corona-Pandemie zusätzlich enorm verschärft. In diesem Zusammenhang wurden die Pfleger/innen und Bewohner/innen durch fehlende persönliche Schutzausrüstung akut gefährdet (siehe nicht zuletzt auch Einrichtungen im Kreis Cuxhaven).

Grundsätzlich wurden speziell in der Pflege die Probleme von der Bundes- und Landesregierung zu spät und nur unzureichend gelöst.

Nicht einmal ein Corona-Bonus wurde allen Pflegenden schnell und problemlos ausgezahlt. Im Gegenteil: Der Corona-Bonus wurde von den Betroffenen hart erstritten. Die endgültig beschlossende Lösung grenzt immer noch viele Beschäftigte aus. Dies ist keine Wertschätzung, sondern ein Schlag ins Gesicht der beruflich Pflegenden.

Insbesondere im ländlichen Raum ist die Infrastruktur – nicht – nur für Pflege und Gesundheit seit Jahren katastrophal. Das Durchschnittsalter der Hausärzt/innen in Niedersachsen beträgt 55,3 Jahre, ein Drittel der Hausärzt/innen sind älter als 60 Jahre. Sie werden also in absehbarer Zeit eine Nachfolge suchen – und leider besonders im ländlichen Raum immer mehr Probleme bekommen, jemanden zu finden.

Es stellt sich in diesem Zusammenhang die aktuelle Frage: Ist es zielführend – mit einem Modellprojekt „Regionales Versorgungszentrum für Allgemeinarztpraxen, Apotheken und ambulante Pflege“ in Nordholz (Gemeinde Wurster Nordseeküste) einzurichten.

Grundsätzlich gilt: Wo der Gewinn das höchste Ziel ist, ist es um die Human-Medizin
schlecht bestellt!“

Die Linke im Kreis Cuxhaven zu den Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)!

06. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Cornelia Buttler, Vorsitzende des Kreisverbandes Cuxhaven der Partei DIE LINKE:

„Die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr werden erneut in einen Warnstreik treten. Der Verband kommunaler Arbeitgeber weigert sich weiterhin, über einen Manteltarifvertrag zu verhandeln.

Wir haben mit dem Beginn der Corona-Pandemie viel von Solidarität und gemeinsamer Verantwortung gehört. Aber wenn es darum geht, den vielfach beklatschten öffentlich Beschäftigten solidarisch zur Seite zu stehen, wird es vielerorts leider still.

Dass den Forderungen nach einheitlichen Arbeitsbedingungen in den Ländern pünktlich zum dreißigsten Tag der deutschen Einheit mit totaler Verweigerung begegnet wurde, ist einfach ein Unding.

DIE LINKE steht im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und den Ausbau des ÖPNV an der Seite der Beschäftigten: in den kommunalen Parlamenten, in den Verkehrsbetrieben und ihrer Gewerkschaft ver.di. Nach 20 Jahren Sparzwang muß jetzt der Weg frei gemacht werden für eine sozial-ökologische Verkehrswende und bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV – so viel Solidarität muss möglich sein!“

Solidarität mit den Beschäftigen im Verkehrssektor – für eine Verkehrswende

04. Oktober 2020  Allgemein, Hagen

Am 02.10.2020 ist ein Ultimatum der Gewerkschaft ver.di an die kommunalen Arbeitgeber ausgelaufen.

Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, hierzu:

„Die Beschäftigten kämpfen dafür, dass sich die Arbeitsbedingungen im gesamten Bundesgebiet verbessern. Dass der Verband der kommunalen Arbeitgeber nicht einmal zu Gesprächen mit Verdi bereit ist, ist ein Unding. Wir werden keine Klimaziele erreichen, wenn wir den ÖPNV nicht zügig ausbauen. Da ist die Bundesregierung ganz eindeutig in der Pflicht. Sie muss in den Ausbau investieren und auch darein, dass Menschen für den öffentlichen Nahverkehr arbeiten wollen – also in bessere Arbeitsbedingungen. Hier nicht schnell zu investieren ist klimaschädlich und unsozial. Und auch kommunalen Arbeitgeber müssen endlich ihre Blockadehaltung aufgeben und sich auf Verdi zubewegen. Die Beschäftigte im Nahverkehr haben auch während des Lockdowns den Laden auf Laufen gehalten und verdienen selbstverständlich einen gemeinsamen Tarifvertrag, der bessere Arbeits- und Ausbildungsbe-dingungen festlegt.“