Angesichts aktueller Berichte über die verstärkte Vorbereitung niedersächsischer Krankenhäuser auf Krisen- und Katastrophenfälle warnt Die Linke Niedersachsen vor einer weiteren Überlastung des Gesundheitssystems und fordert grundlegende politische Konsequenzen. Medienberichten zufolge bereiten sich Kliniken im Land verstärkt auf militärische Konflikte vor. Gleichzeitig stehen viele Einrichtungen bereits heute unter erheblichem Druck durch Personalmangel und wirtschaftliche Zwänge.
Der Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen, Thorben Peters, erklärt dazu:
„Dass Krankenhäuser sich auf Krisen vorbereiten müssen, ist selbstverständlich. Aber die eigentliche Krise findet längst im Alltag statt: Personalmangel, ökonomischer Druck und Klinikschließungen gefährden schon heute die Versorgung der Menschen.“
Die Linke kritisiert insbesondere die fortschreitende Zentralisierung und Schließung von Krankenhäusern im Zuge der Reformen. In Niedersachsen ist die Zahl der Kliniken in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, weitere Zusammenschlüsse sind geplant.
Peters weiter:
„Wer gleichzeitig Krankenhäuser schließt und von Krisenresilienz spricht, handelt widersprüchlich. Eine gute Notfallversorgung braucht flächendeckende Strukturen – keine Ausdünnung.“
Die Partei fordert daher ein Umsteuern in der Krankenhauspolitik. Notwendig seien unter anderem eine bedarfsgerechte Finanzierung, bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte sowie ein Ende der Profitorientierung im Gesundheitswesen.
„Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das am Bedarf der Menschen ausgerichtet ist – nicht an Renditeerwartungen. Krisenvorsorge beginnt mit stabilen Strukturen im Alltag“, so Peters.
Die Linke Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, die Krankenhausplanung stärker am Gemeinwohl auszurichten und insbesondere ländliche Regionen vor weiterer Ausdünnung zu schützen.