Sachsen-Anhalt zeigt: Die Kürzungspolitik muss enden!

11. September 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Die Linke Niedersachsen sieht das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als deutlichen Auftrag, soziale Sicherheit, öffentliche Daseinsvorsorge und ein bezahlbares Leben stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Für Die Linke ist klar: Frust und Sorgen müssen ernst genommen werden. Entscheidend ist, was Politik für den Alltag der Menschen bedeutet.

Hilke Hochheiden, Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen, erklärt:„Entscheidend ist nicht nur, wie Parteien abschneiden, sondern warum so viele Menschen das Vertrauen in “die Politik” verloren haben. Wenn Krankenhäuser unter Druck stehen, Busverbindungen verschwinden und das Leben immer teurer wird, entsteht Frust. Unsere Antwort darauf muss konkrete soziale Politik sein.“

Thorben Peters, Landesvorsitzender der Linken Niedersachsen, sagt:„Das Ergebnis ist ein Weckruf – gerade für die Merz-Regierung. Wer soziale Unsicherheit durch Kürzungspolitik weiter verschärft und gleichzeitig glaubt, die AfD zurückdrängen zu können, indem er ihre Sprache, ihre Themen und ihre Deutungsmuster übernimmt, stärkt am Ende das Original. Das gilt auch für das BSW: Wer der AfD politisch hinterherläuft und die Abgrenzung nach rechts immer weiter einreißt, bekämpft den Rechtsruck nicht, sondern normalisiert ihn. Wenn Arbeitsplätze unsicher werden, öffentliche Infrastruktur ausgedünnt wird und gleichzeitig Milliarden in die Aufrüstung fließen, braucht es eine andere Antwort: eine starke soziale Opposition gegen Kürzungen, für gute Arbeit, funktionierende öffentliche Daseinsvorsorge und ein bezahlbares Leben.“

Mit Blick auf die Kommunalwahl in Niedersachsen am 13. September erklärt Hochheiden:„Am kommenden Sonntag geht es um die Orte, an denen Politik unmittelbar erlebt wird: um Busse, Kitas, Krankenhäuser, bezahlbare Wohnungen und funktionierende öffentliche Infrastruktur. Genau dort wollen wir stärker werden.“

01. September 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Özlem Alev Demirel

Heute vor 87 Jahren überfiel Hitlers Wehrmacht Polen und entfesselte damit den Zweiten Weltkrieg. Mehr als 60 Millionen Menschen verloren ihr Leben.

Der deutsche Vernichtungskrieg im Osten schuf zugleich die Bedingungen für die Ausweitung der rassistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik der Nazis und den millionenfachen systematischen Massenmord.

Acht Tage nach ihrer Befreiung versammelten sich die Überlebenden des KZ Buchenwald auf dem Appellplatz. Im Gedenken an die Ermordeten schworen sie:

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.

Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“

Den Opfern vergangener Kriege zu gedenken heißt für uns auch, sich der Aufrüstung und Militarisierung von heute entgegenzustellen.

Die von CDU, SPD und Grünen vorangetriebene Jahrhundertaufrüstung gefährdet nicht nur soziale und demokratische Errungenschaften – sie verschärft auch den internationalen Rüstungswettlauf und erhöht die Gefahr weiterer militärischer Eskalation.

Damals wie heute gilt:

Nie wieder Krieg!

Nie wieder Faschismus!

18. August 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Ein neues Schuljahr beginnt – die Baustellen im Bildungssystem sind die gleichen!

13. August 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Zu diesem Schulstart werden nicht nur tausende neue Kinder eingeschult, sie genießen als erster Jahrgang auch einen Rechtsanspruch auf Ganztags-förderung. Die Linke begrüßt die Ganztagsförderung, kritisiert jedoch die mangelnde Ausfinanzierung durch Bund und das Land Niedersachsen.

Christoph Podstawa vom Landes-vorstand der Linken schreibt dazu:

„Alle frisch eingeschulten Kinder haben einen Rechtsanspruch auf Ganztags-förderung von 8 Stunden täglich und 5 Tagen die Woche – auch in den Ferien. Das Absurde ist, dass das Land Nieder-sachsen zwar berechnet hat, wie hoch der Finanzierungsbedarf für die Ganztags-förderung ist. Jedoch stellt das Kultus-ministerium nur 75 Prozent davon bereit. Die Kommunen sind aber strukturell unterfinanziert, sodass am Ende des Tages die pädagogi-sche Qualität gesenkt wird.“

Die Linke fordert seit Jahren, die Finanzierung der Kommunen und des Bildungssystems auf neue Füße zu stellen. Mit einer Vermögenssteuer könnten die Finanzierungslücken direkt geschlossen werden. Christoph Podstawa weiter: „Das Land hat die überfällige Reform der Lehrerinnen-ausbildung aus finanziellen Gründen begraben. Die bezahlte Ausbildung für Erzieherinnen wurde groß angekündigt, jedoch ist auch hier nichts passiert. Der Fachkräftemangel ist enorm und wird weiter anwachsen. Die Anforderungen in pädagogischen Berufen steigen, die Anzahl der Kinder mit Rechtsanspruch wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, und wir stehen vor einer Verrentungswelle beim pädagogischen Fachpersonal. Die Linke fordert die rot-grüne Landes-regierung auf, die versprochenen Maßnahmen einzuleiten.“

10. August 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Hitzeschutz durch öffentliches Sanierungsprogramm!

Die extreme Hitze hat offenbar noch dramatischere Folgen als bislang angenommen. Allein für eine Woche geht das Robert Koch-Institut inzwischen von rund 9.600 hitzebedingten Todesfällen aus. Zu den Zahlen und den Folgen erklärt der Vorsitzende der Partei Die Linke, Luigi Pantisano:

»Fast 12.000 Hitzetote in nur einem Sommer sind ein dramatischer Weckruf. Hitze ist längst eine tödliche Gefahr und trotzdem behandelt die Bundesregierung Hitzeschutz noch immer wie eine freiwillige Zusatzaufgabe. Wir brauchen endlich einen verbindlichen Hitzeschutzplan für Deutschland.

Wir haben bereits im Juli konkrete Vorschläge gemacht: In jedem Stadtviertel müssen kühle Schutzräume erreichbar sein, ergänzt durch kommunale Hitzebusse, die ältere, obdachlose und andere besonders gefährdete Menschen mit Wasser, Sonnenschutz und medizinischer Hilfe versorgen.

Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen und Kitas müssen mit einem öffentlichen Sanierungsprogramm hitzefest gemacht werden. Und auch am Arbeitsplatz braucht es klare Regeln: Niemand darf bei gesundheitsgefährdender Hitze zur Arbeit gezwungen werden oder deshalb Einkommen verlieren.

Diese Zahlen zeigen: Hitzeschutz ist keine Komfortfrage, sondern kann über Leben und Tod entscheiden. Die Hitze trifft nicht alle gleich. Wer eine klimatisierte Wohnung, einen Garten oder ein kühles Büro hat, kommt anders durch eine Hitzewelle als die Pflegekraft in der Dachgeschosswohnung oder der Bauarbeiter in der prallen Sonne. Der Schutz vor extremer Hitze darf keine Frage des Geldbeutels sein.«

06. August 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Die Tafel ist für viele eine große Hilfe!

04. August 2026  Allgemein, Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf

Elke Licht, Kandidatin für den Gemeinderat Lilienthal und den Kreistag Osterholz Felix Hannig, Andreas Strassemeier, Kandidaten für den Gemeinderat Lilienthal und den Kreistag Osterholz

Die Kandidat_innen der Linken Felix Hannig, Andreas Strasssemeier und Elke Licht besuchten die Lilienthaler Tafel. Jan und Karin (Vorstand) erklärten ausführlich den Ablauf und die aktuelle Situation.

Hier der Bericht:

Wir waren schon beim Betreten der Räumlichkeiten beeindruckt von dem übersichtlichen und offensichtlich sehr gut organisierten Ablauf des Betriebes. Denn davon kann man inzwischen sprechen, obwohl alle Mitarbeiter_innen ehrenamtlich arbeiten und die Tafel selbst ein eingetragener Verein ist! Momentan gibt es 109 Mitglieder, die die Tafel finanziell unterstützen. Die Gemeinde Lilienthal gibt einen Zuschuss von zur Zeit 8000 Euro jährlich. Auf der anderen Seite bestehen erhebliche Ausgaben für Strom, Reinigung, Müllentsorgung, Fuhrpark, Kühlräume etc. Der Vorstand arbeitet durchschnittlich 25 Stunden wöchentlich ehrenamtlich.

Ehrenamtliche Mitarbeiter_innen können sich zeitlich flexibel in den Ablauf einbringen. Viele Ehrenamtliche sind seit Jahren bei der Tafel tätig und weit über 70 Jahre alt.

Die Tafel wird von mehreren Supermärkten aus Lilienthal, Grasberg und Worpswede beliefert. Den größten Anteil machen frisches Gemüse und Obst aus. Die ehrenamtlichen Fahrer holen diese Waren mit zwei Transportern ab und gelegentlich bringen sie auch Waren zu Kunden, die nicht mehr mobil sind. Voraussetzung für die Kunden ist der Nachweis der Bedürftigkeit. Der Nachweis ist mit einem Sozialleistungsbezug, auch Bafög und/oder einer geringen Rente, erbracht. So erhalten die Kunden Tafelausweise, mit denen sie dann für drei Euro wöchentlich gut gefüllte Warenkörbe erhalten.

Wir sprachen auch darüber, dass die finanzielle Situation für viele Kunden ein bedrückendes Thema ist. Die Scham, dieses Angebot anzunehmen, ist bei manchen Kunden_innen immer noch vorhanden. Manchmal kommt es bei der Ausgabe zu Diskussionen, weil manchen Kunden_innen glauben, dass die Tafel ein staatliches Angebot sei und ihnen jede beliebige Menge zustehen würde.

Wir haben einen sehr guten Einblick in die ehrenamtliche Arbeit bekommen und haben großen Respekt davor. Obwohl wir als Linke einige kritische Bemerkungen dazu gemacht haben. Zum Beispiel die Überproduktion der Lebensmittelkonzerne, das Anspruchsverhalten mancher Konsument_innen usw. Aber der Druck auf Menschen, die finanziell überlastet sind, ist Realität und das Angebot der Tafel für sie natürlich eine große Hilfe.

Neue Zahlen der Bundesregierung: Angebotsmieten in Niedersachsen binnen zehn Jahren um mehr als 53 Prozent gestiegen 26. Juli 2026!

Eine Kleine Anfrage des nieder-sächsischen Bundestagsabgeordneten Jorrit Bosch (Die Linke) zur mieten- und wohnungspolitischen Entwicklung in Niedersachsen belegt das dramatische Ausmaß der Wohnungskrise. Nach den Daten der Bundesregierung sind die Angebotsmieten in Niedersachsen innerhalb von zehn Jahren um 53,6 Prozent gestiegen – von 6,31 Euro je Quadratmeter im Jahr 2015 auf 9,69 Euro im Jahr 2025.

Der Bundestagsabgeordnete Jorrit Bosch erklärt:

„Die Bundesregierung kann die Wohnungskrise nicht länger kleinreden. Ihre eigenen Zahlen zeigen, dass bezahlbarer Wohnraum für immer mehr Menschen außer Reichweite gerät. Das ist ein deutliches Warnsignal. Bund und Länder müssen endlich die politischen Konsequenzen ziehen und bezahlbares Wohnen wieder zu einer öffentlichen Aufgabe machen.“

Die Daten der Bundesregierung zeigen, dass die Angebotsmieten in Niedersachsen innerhalb eines Jahrzehnts um 53,6 Prozent gestiegen sind. Besonders hohe Angebotsmieten werden inzwischen in den Landkreisen Harburg (12,38 Euro je Quadratmeter) und Lüneburg (11,53 Euro) sowie in der Stadt Oldenburg (11,92 Euro) verlangt. Gleichzeitig weist die Bundesregierung ausdrücklich darauf hin, dass Angebotsmieten den Wohnungsmarkt widerspiegeln, auf den Wohnungssuchende tatsächlich treffen. Die Wohnungskrise ist damit längst kein Problem einzelner Großstädte mehr, sondern hat weite Teile Niedersachsens erfasst.

Der Landesvorsitzende der Linken Niedersachsen, Thorben Peters, fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel:

„Die Wohnungsfrage muss als Notstand behandelt werden. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer gescheiterten Wohnungspolitik. Das Land darf die Kommunen mit dieser Aufgabe nicht allein lassen. Niedersachsen braucht einen massiven Ausbau kommunaler und gemeinnütziger Wohnungen, längere Sozialbindungen, eine aktive Bodenpolitik und eine konsequente Bekämpfung von Wohnungsleerstand. Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht länger den Gesetzen der Rendite unterworfen werden.“

Deutschlands Schienennetz braucht mehr Kapazität!

Zur Sorge, mit dem Einstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo in den deutschen Markt würden weitere Nahverkehrsver-bindungen zugunsten zusätzlicher Fernzüge gestrichen, erklärt Hilke Hochheiden, Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen:

„Die Aufregung über den Einstieg von Italo in den deutschen Markt konzentriert sich auf Symptome statt auf Probleme und Lösungen. Dass es einen Bedarf an mehr Verbindungen im Fernverkehr gibt, ist erst einmal eine gute Nachricht für die Verkehrswende in Deutschland. Sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr braucht es bessere und verlässlichere Verbindungen sowie Preise, bei denen man gar nicht erst anfängt zu rechnen, ob das Auto nicht selbst bei nur einer Person günstiger ist.

Um den Nah-, Fern- und Güterverkehr gut zu bedienen, muss endlich das Schienennetz ausgebaut werden. Genau das zeigt auch die Debatte um Italo. Wenn Nahverkehrsverbindungen bedroht sind, weil die Gleise durch Fernzüge blockiert sind, besteht das Problem darin, dass die Kapazitäten im Netz zu gering sind und es über Jahrzehnte versäumt wurde, die Schiene zu ertüchtigen und die Kapazitäten des Netzes zu erhöhen. Das muss endlich geschehen.“

Aktion gegen die Weservertiefung am Samstag 29.8.2026 in Nordenham!

Die letzten Weservertiefungen haben auch heute noch neue Folgewirkungen:

Die Verschlickung der Randbereiche durch ständige Baggerei und Aufwirbelungen infolge der verstärkten Tidedynamik nimmt neue Ausmaße an und betrifft mittlerweile Gebiete bis zur Flussinsel Harriersand. Badeplätze, Industrieanleger und kleine Häfen ver-schwinden unter meterdicken Schlickschichten – die Schlammgeister sind real!

Die Brackwasserzone verschiebt sich immer weiter flussaufwärts. Weserorganismen leiden unter schnell wechselnden Salzfrachten. Holzbohrmuscheln mit hohem Salzbedarf siedeln sich an und haben beispielsweise den Bremerhavener Fähranleger beschädigt. Über die Zu-wässerung ins Binnenland versalzen die Süßwasser-gräben, das Vieh kann das Grabenwasser kaum noch trinken – Salzgeister bedrohen unsere Lebewesen!

Bei der Strömungsdynamik verzeichnen wir immer schneller und höher auflaufendes Hochwasser. Durch die Trichterwirkung sind besonders auch Bremen und Oldenburg überschwemmungsgefährdet. Frühere Vogelbrutgebiete in Randbereichen werden mittlerweile regelmäßig überflutet. Die Ufer müssen immer stärker befestigt werden, um Abbrüche wie zuletzt in Brake oder Kleinensiel zu vermeiden. Das Niedrigwasser läuft aber noch stärker ab, die Grundwasserniveaus rund um den Fluss sinken, Häuser setzen sich und bekommen Risse. Die Flachwasserzonen in der Weser verschwinden, Fische verlieren ihre Laichgebiete. Überschwemmungs- wie Austrocknungsgeister wollen wir vertreiben!

Kurz vor der niedersächsischen Kommunalwahl möchten wir klar machen: So darf es nicht weitergehen – keine weiteren Weservertiefungen! Unsere Häfen in Bremerhaven und Brake brauchen eine durchdachte Zukunft, aber Vertiefungen brauchen wir dafür nicht.

In einem breiten Aktionsbündnis wollen wir mit kreativen Verkleidungen die Vertiefungsgeister beschwören und wieder eine Menschenkette „Das Blaue Band“ an der Unterweser für den Weserschutz bilden.

Dazu laden wir Euch ein:

Zu Lande um 14:30 Uhr zur Kundgebung auf dem Nordenhamer Bahnhofsvorplatz
zu Wasser mit euren Booten um 15 Uhr vor Nordenham zwischen Union Pier und Segelclub
Bitte bringt kreative Plakate, Banner und Geisterkostüme mit – wir freuen uns auf euch!

Schickt die Einladung auch an weitere Interessierte!