Ab zum 01.07.2026 wird verschärft sanktioniert, das heißt, bei kleinsten Verstößen gekürzt. Die Regierungs-koalition von CDU/CSU und SPD hat das Bürgergeld abgeschafft. Die Linke Osterholz bietet weiterhin freitags von 10 bis 12 Uhr im Parteibüro Marktplatz Unterstützung an, wenn’s Fragen zur neuen Grundsicherung gibt.
„Das ist der tiefste Eingriff in das soziale Sicherungssystem seit langem“, sagt Herbert Behrens von der Osterholzer Linken und Mitglied im Sozialausschuss des Kreistages. Das einst von der SPD gefeierte Bürgergeld ist abgeschafft und durch eine Grundsicherung ersetzt. Der Druck auf Betroffene durch Leistungskürzungen wird erhöht, der Kooperationsplan mit dem Jobcenter abschafft, der Schutz von Ersparnissen, die Karenzzeit bei den Mietkosten verkürzt, der Zwang zur Arbeitsaufnahme drastisch verschärft. Damit werden die Daumen-schrauben, die einst von der SPD/Grünen-Regierung bei Hartz IV erfunden worden sind, wieder hervorgeholt und eingesetzt. Angeblich sollen die Sanktionen die so genannten Totalverweigerer treffen.
Bedroht werden aber alle Hilfeempfänger. Das sind im Landkreis Osterholz 2451 Menschen. 748 von ihnen sind arbeitslos. Sie werden jetzt in den Fokus des Jobcenters geraten. Nicht mehr die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung der Betroffenen steht im Vordergrund, sondern eine Turbo-Arbeitsmarkt-Integration. Egal welche Ausbildung und frühere Tätigkeit, erstmal raus aus der Statistik, lautet die Devise.
Die Linke protestiert gegen diesen Sozialabbau, der mit einem Umbau des Rentensystems, der Kürzung des Wohngeldes, der Nicht-Anpassung des Bafög und anderen Maßnahmen fortgesetzt werden soll. Der Widerstand wächst – ein bisschen, aber immerhin. Die Linke ist eine verlässliche Partnerin beim Kampf gegen die Politik der Reichen gegen die Armen.







